Geometrische Änderungen an Hortenmodellen und deren Auswirkungen auf die Schränkung
1997 hatte ich zu diesem Thema einen kurzen Vortrag auf dem Nurflügelsymposium in Scheidegg gehalten. Die Overheadfolien schlummern auf meinen
Rechner, eigentlich zu schade. Darum stelle ich sie hier ein.
Das ausgelegte Hortenmodell "CAMPANULA" habe ich in der beschriebenen Form nicht gebaut. Aus heutiger Sicht ist für mich die Zuspitzung
und die Pfeilung zu gering. Dadurch wird es träge im Kreisflug und flatteranfällig im Schnellflug sein. Was man jedoch sehr gut anhand der
Folien sehen kann, welche Änderungen die Schränkung erfährt, wenn geometrische Änderungen durchführt werden.
Blatt 1 zeigt die Grundauslegung des Hortenmodells. Die Auftriebsverteilung ist dabei "glockenförmig".
Blatt 2 zeigt die tendenzielle Auswirkung der Ausrundung / Bürzel / Schwänzchens in der Mitte. Bei anderen Streckungen, Zuspitzungen usw.
wird die Auswirkung etwas anders aussehen.
Blatt 3 zeigt eine mögliche Vereinfachung zum Bauen in Styro / Furnierbauweise. Kann man so machen, heute würde ich eine feinere Aufteilung bevorzugen.
Dieses hängt jedoch mehr von den persönlichen Möglichkeiten ab.
Bild 4 zeigt die Änderung des Maßstabes. Im Bereich des Modellbaus ist es möglich die Schränkung beizubehalten. Die Re- Zahl sollte
jedoch nicht ganz vernachlässigt werden. Von einem Übertrag von manntragend auf ein Modell oder umgekehrt rate ich ab.
Bild 5 und 6 zeigen beliebte Änderungen von bestehenden, gut fliegenden Modellen. Die Diagramme sprechen da für sich. Die Flugeigenschaften werden anders aussehen.
Die Schränkungswerte in allen Diagrammen führen zu einer "glockenförmigen" Auftriebsverteilung. Damit wir deutlich, dass bei einer
Geometrieänderung neu gerechnet werden muss, will man diese beibehalten.
Thomas Kehrer